Auch Lohnnebenkosten dürfen fiktiv berechnet werden

Ein Autofahrer, dessen Wagen nach einem nicht von ihm verschuldeten Unfall einen gutachterlich bestätigten Schaden von insgesamt 16.500 Euro aufweist, kann auch dann diesen vollen Betrag vom Verursacher (beziehungsweise dessen Kfz-Haftpflichtversicherung) ersetzt verlan-gen, wenn das Fahrzeug tatsächlich nicht repariert wird. Die Versich-erung könne nicht argumentieren, dass zumindest ein Abschlag (hier vorgenom­men in Höhe von 10 %) für die Lohnnebenkosten und Sozialab-gaben auf die Löhne vorgenommen werden dürfe. Ein Geschädigter kann den Geldbetrag verlangen, "der zur Herstellung des früheren Zustandes des Pkws erforderlich ist". Er sei berechtigt, seinen unmittelbaren Sachschaden fiktiv abzurechnen, also die Kosten, die bei einer sach- und fachgerechten Reparatur üblicherweise anfallen würden. (AmG München, 332 C 1529/12)




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