Hauskauf: Wacklige Finanzierung geht nicht zu Lasten des Maklers

Kommen während der Anbahnung eines Hausverkaufs keine Zweifel darüber auf, dass die - von einem Makler ermittelten - potenziellen Käufer die Finanzierung des Objekts (hier über 260.000 Euro) nicht stemmen könnten, so dürfen die Verkäufer nicht die Bezahlung des Maklerlohns verweigern, wenn die Bank den Interessenten "im letzten Moment" den Kredit verweigert und die notarielle Grundbuchübertragung nicht vorgenommen werden kann. Das gilt auch dann, wenn der Makler keine schriftliche Bestätigung über den Kreditvertrag zu sehen bekommen hatte, ein Mitarbeiter der Darlehen gebenden Bank jedoch lediglich die Auskunft gab, dass "die Finanzierung läuft". Derartige Begleitumstände fallen nicht in die Sorgfaltspflicht des Maklers; die Courtage (hier 9.000 Euro) steht ihm trotz des gescheiterten Verkaufs zu. (OLG Köln, 24 U 114/04)




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